Grafikkarte backen

Ja, Sie haben richtig gelesen! Wir wollen Sie natürlich nicht dazu ermutigen aber es ist durchaus eine der Möglichkeiten seine Grafikkarte zu reparieren. Sie zu backen.

Meine Grafikkarte ist kaputt – Einfach in den Backofen schieben?

Grafikkarte im backofen reparierenNein, natürlich nicht. Erst einmal müssen wir klären inwiefern Ihre Grafikkarte überhaupt kaputt ist. Wenn Ihre Grafikkarte aufgrund eines Kurzschlusses aufqualmt oder an stellen sogar geschmolzen ist. Wenn Kondensatoren beschädigt sind oder die Grafikkarte ähnliche Merkmale aufweist. Ja, dann hilft es auch nichts die Grafikkarte in den Backofen zu schieben.

Außer Sie haben Vergnügen daran 😉

Wenn Sie nun aber unschöne Bildfehler oder sogar ein schwarzen Bildschirm haben, dann könnte das Backen Ihrer Grafikkarte helfen. Zuerst einmal müssen Sie überprüfen ob Ihr Monitor völlig einwandfrei funktioniert, gleiches gilt auch für die Anschlusskabel.

Bitte schließen Sie auch aus dass der schwarze Bildschirm etwas  mit irgendwelchen Softwareproblemen zu tun hat, ansonsten könnten Sie sich mit dem Backen der Grafikkarte ein Eigentor schießen. Und natürlich sollten Sie prüfen ob Sie noch Garantieansprüche haben.

Ist Ihnen der Unterschied von Garantie und Gewährleistung bewusst? Um es sehr kurz und auch „oberflächlich“ zu erklären: Die Gewährleistung kommt vom Hersteller und gilt bei Neuware für 24 Monate. Die Garantie ist eine freiwillige Gewährleistung vom Händler/Verkäufer über die 24 Monate hinaus.

Wichtig: Das Backen der Grafikkarte ist keine Garantie dafür dass Ihre Grafikkarte im Anschluss wieder funktioniert.

Wie kann das Backen meine Grafikkarte reparieren?

Hin und wieder kommt es vor, dass die Leiterbahnen der Grafikkarte korrodieren, also Schaden zunehmen. Diese Leiterbahnen sind aus Zinn. Durch die hohe Hitze während des Backvorgangs besteht die Möglichkeit dass das Material wieder leitet. Kalter Lötzinn wird weicher und erhöht die Chance wieder zu leiten. Klingt ziemlich simpel oder?

Natürlich haben wir dafür das richtige Kochrezept 😉

Als erstes müssen wir alles entfernen was im Backofen schmelzen oder kaputt gehen könnte. Also schon mal alle Plastikteile und auch den Kühler. Mit einem Tuch auch die Wärmeleitpaste entfernen. <- Sie sollten natürlich neue Paste in Petto haben. Backofen auf 120° C Umluft einstellen und gerne erst einmal vorheizen. Die Grafikkarte so gut es geht reinigen. Es ist nicht ganz unhygienisch eine Grafikkarte in einem Backofen zu reparieren.

Wir empfehlen die Grafikkarte bei einem älteren Backofen vorher noch in Alufolie einzuwickeln, so verteilt sich die Wärme einfach besser. Jetzt heißt es warten. Etwa 20-30 Minuten. Klar, Sie hätte lieber eine exakte Zeitangabe, aber so genau lässt sich das nicht sagen. Anschließend Grafikkarte raus und für eine halbe Stunde im Fenstersims ruhen lassen. Verbrennen Sie sich hierbei bloß nicht die Finger und ziehen sich Handschuhe an!

Die 30 Minuten sind abgelaufen und man kann die Grafikkarte wieder mit den Fingern anfassen? Gut, alles wieder zurück bauen und die neue Wärmeleitpaste nicht vergessen. In den Rechner einbauen und prüfen ob es klappt.

Es hat nicht geklappt?

Es kann nicht immer klappen, je nach Zustand der Grafikkarte. Aber direkt aufgeben sollten Sie nicht. Probieren Sie es ein weiteres Mal, diesmal mit 150°C.

Wer jetzt schlau sein will und stattdessen 200°C und etwas weniger Zeit, dem sei gesagt: Viel hilft nicht immer viel. 

Wenn es danach immer noch nicht funktioniert bleibt Ihnen wohl nichts anderes übrig als zu akzeptieren, dass die Grafikkarte kaputt ist. Im Anschluss des Ganzen Vorgangs sollten Sie Ihren Backofen gründlich reinigen und einmal lüften.

STOPP! Sparen Sie sich wertvolle Zeit

All diejenigen die bis hierhin gelesen haben sollen natürlich belohnt werden. Es gibt da nämlich noch eine ganz andere Theorie mit dem Backen der Grafikkarte. Hintergrund beim Backen ist dass sich aufgrund der Temperaturen im Backofen der Lötzinn aus seiner Verhärtung löst, flüssiger wird und im Anschluss der Kühlung wieder leitet.

Schön und gut, wir möchten Ihnen das Backen grundsätzlich auch nicht ausreden. Da wir aber keinen wissenschaftlichen Beweis haben, dass das tatsächlich funktioniert sollte man sich zuerst die andere Theorie anhören.

Zinn hat seinen Schmelzpunkt bei 231,9 °C. Da fehlen doch ein paar Grad oder? Ja. Deswegen gibt es die Theorie, dass es ausreichen könnte den Kühler abzubauen, die Wärmeleitpaste auszutauschen und den Kühler wieder drauf zu schrauben, diesmal einen kleinen tucken fester ziehen. Aber immer dran denken: Nach FEST kommt AB!

Jetzt besteht die Möglichkeit dass durch das Festziehen bzw. Pressen des Kühlers die kalten Lötstellen wieder leiten. Wenn dem so ist, haben Sie sich eine Menge Arbeit erspart. Als erstes ist dieser Weg immer empfehlenswerter als der Ganze Aufwand mit dem Backen.

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